HASEN, MEERSCHWEINCHEN  UND HÜHNER

Steckbrief  Kaninchen

Name: Kaninchen
Weitere Namen: Hauskaninchen
Lateinischer Name: Oryctolagus cuniculus forma domestica
Klasse: Säugetiere
Größe: 20 - 45cm
Gewicht: 1 - 3kg
Alter: max. 10 Jahre
Aussehen: unzählige Farbvarianten möglich, u.a. weiß, schwarz, braun, grau
Geschlechtsdimorphismus: Nein
Ernährungstyp: Pflanzenfresser (herbivor)
Nahrung: Gräser, Kräuter, Obst, Blätter, Wurzeln
Verbreitung: als Haustier weltweit
ursprüngliche Herkunft: Europa
Schlaf-Wach-Rhythmus: tagaktiv
Lebensraum: unspezifisch
natürliche Feinde: Eule, Katze, Iltis, Luchs, Fuchs, Wiesel, Wolf
Geschlechtsreife: innerhalb des ersten Lebensjahres
Paarungszeit: ganzjährig möglich
Tragzeit: 30 Tage
Wurfgröße: 1 - 12 Jungtiere
Sozialverhalten: Rudeltier
Vom Aussterben bedroht: Nein


Sola und Luna

im März 2020 vom Tierschutz übernommen

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Am 10.Juni ziehen bei den Hühnern und Hasen noch 3. Meerschweinchen ein. Da 2 davon Weibchen sind, dürfen die 3 nicht bei der Männchen-Meerschweinchen Gruppe einziehen. Privat übernommen

Neuzuzüger sind Blau, Carlito und Bonita IMG-20200603-WA0009jpg


Lucy und Monopoly

Am 1. Juli 2020 zogen die zwei Hasen bei uns ein. Sie wurden vom Tierschutz übernommen.


Kaninchen Krankheiten

Mehrere Symptome können bei Kaninchen entweder harmlos oder Hinweis auf eine ernsthafte Erkrankung sein. Zu entscheiden, was im Einzelfall zutrifft, fällt dem Laien schwer. Beobachten Sie Ungewöhnliches und Ungereimtes, sollten Sie darum den Tierarzt aufsuchen, bevor es für eine allfällige Behandlung zu spät ist.

Wenn das Tier einmal geimpft, sollte die Impfung jährlich aufgefrischt werden. Bei diesem Tierarztbesuch kann man auch gleich die Zähne und Krallen kontrollieren (ev. kürzen) und einen allgemeinen Check durchführen lassen.

Ansteckender Schnupfen: verursacht durch verschiedene Bakterien. Äussert sich in Niesen, Nasenausfluss, verkrusteten Haaren an der Nase und Vorderläufen, Augenentzündungen, Kopf-Schiefhaltung. Tierarztbesuch.

Zahnanomalien: va. bei Zwergkaninchen durch Zahnfehlstellungen. Äussert sich in langsamem, vorsichtigen Fressen oder scheinbarer Appetitlosigkeit, Speichelfluss, Abmagerung. Tierarztbesuch, regelmässiges Kürzen der Zähne

Verdauungsstörungen: durch unausgewogenes Futter, rasche Futterumstellung, übermässige Futteraufnahme. Äussert sich in Magenüberladung/Trommelsucht oder Durchfall. Tierarztbesuch, einwandfreies Futter, viel Heu.

Harnwegsinfektionen: Immer wieder kommen bei Kaninchen auch Harnwegsinfektionen und Harnkonkremente vor. Symptome: häufiges Urinieren (ev. Harnträufeln), manchmal einen aufgezogenen Rücken, ev. kleine Mengen Blut im Urin. Als mögliche Ursachen werden ua. eine ungenügende Wasseraufnahme diskutiert. Es ist deshalb ausserordentlich wichtig, dass die Tiere uneingeschränkten Zugang zu frischem Wasser haben, möglichst aus einem offenen Trinkgefäss, da sie diese Trinkart offensichtlich bevorzugen.

Kokzidiose: verursacht durch einzellige Parasiten im Kaninchendarm. Äussert sich durch Mattigkeit und Appetitlosigkeit bis zu schweren Störungen des Allgemeinbefindens, ev. Trommelsucht, wässrig bis blutiger Durchfall. Behandlung durch Tierarzt. Wichtig ist Sauberkeit am Futterplatz!

Ohrräudemilben: durch Ohrräudemilben. Äussert sich in Juckreiz, blätterteigartige Borkenbildung im Ohr, Kopfschiefhaltung. Tierarztbesuch.

Parasiten: verursacht durch va. Milben, Läuse und Haarlinge. Äussert sich durch schuppige Haare, starken Haarausfall und Juckreiz (Tiere kratzen sich auffallend häufig). Tierarztbesuch.

Abszesse im Kopfbereich: verschiedene Ursachen. Äussert sich in sichtbarer Schwellung und Schmerzhaftigkeit, ev. Kaubeschwerden. Tierarztbesuch.

Fettleibigkeit: durch Bewegungsmangel, zu kalorienreiches Futter. Äussert sich in Atemnot, Wammenbildung, Scherabszesse, Fettleibigkeit, Koma. Genügend Bewegung, angepasstes Futter.

Hitzeschlag: Kaninchen sind sehr hitzeempfindlich, darum ist es im Somner sehr wichtig, dass die Tiere genügend Schatten und Wasser haben. Bei Hitzeschlag liegen die Kaninchen wie tot da. Am besten packt man das Tier sorgfältig in nasskalte Tücher und bringt es an einen kühlen Ort, wo es sich langsam erholen kann. Erst dann zum Tierarzt, da der Transportstress das Tier töten könnte.

Verletzungen: z.B. Kampfverletzungen, Ohrverletzungen durch Einhängen an Gehege-Elementen (v.a. bei Hängeohren), Einklemmen in Türen, Herunterfallen aus der Höhe. Je nach Schweregrad Tierarzt aufsuchen.


Haltungsfehler

Vorbeugung

Haltungsfehler und Hühnerkrankheiten

Falsches oder verunreinigtes Futter kann zu schweren Erkrankungen führen. Dazu gehören zum Beispiel Darmentzündungen und Kropfverstopfungen. Auch fehlende oder falsch zusammengesetzte Vitamine und Mineralstoffe verursachen Krankheiten. Dazu zählen Gicht durch Vitamin-A-Mangel und Eiweißüberschuss und Rachitis durch Vitamin-D-Mangel

Die wichtigste Maßnahme, um Hühnerkrankheiten zu vermeiden, ist die Vorbeugung. Dazu zählen folgende Möglichkeiten:
  • richtige Haltungsbedingungen gewährleisten
  • passende Hühnervolkgröße und -zusammensetzung wählen um Stress zu vermeiden
  • Haltung neuer, verletzter oder erkrankter Hühner in Quarantäne
  • richtige Stallgröße beachten, Stallklima sollte trocken und warm sein, Frost, Feuchtigkeit und Sommerhitze vermeiden
  • Ausstattung des Hühnerstalls hühnergerecht gestalten
  • bedarfsgerechtes sauberes Futter und Wasser
  • Stall und Ausstattung regelmäßig reinigen und desinfizieren
  • Stall unzugänglich für Wildtiere halten
  • Gabe von Multivitaminen und Mineralien über Trinkwasser und Futter

 
 
 
 
 

Das Hasen, Meerschweinchen und Hühnergehege umfasst 60 Quadratmeter mit separaten Auslauf in den Garten. Beide Gelände zusammen sind zirka 120 Quadratmeter.
Beide Gehege sind gut gegen Mader, Füchse und Greifvögel abgesichert.
Im Moment bewohnen die drei Hühner «Marta», «Flower», «Ingrid» und die fünf Hasen «Sole» und «Luna» Felix und Mia , mit der Lucy und Monopoly wie auch die Meerschweinchen Blau, Bonita, Carlito, sLiseli und Caramel ihr Häuschen.
Unsere Hasen, Meerschweinchen und Hühner leben in einem grossem Aussengehege mit viel Platz zusammen. Das Gelände ist mit verschiedenen Pflanzen ausgestattet. Pfirsichbäume, viele Haselnusssträucher, Wildwiese, und unterirdische Tunnel bieten Platz, um sich zu verweilen.
Die Hühner lieben eher den Platz im oberen Teil des Gartens, dort befindet sich der grosse Sandplatz, der um einen Fliederbaum angelegt wurde. Rindenmulch und den erdigen, sandigen Platz unter dem Baum am Bachlauf lieben die Hühner.
Täglich nehmen die Hühner ihr Sandbad, wälzen und drehen sich um Parasiten vom Gefieder abzubringen.
Wenn es heiss ist liegen die Hühner gerne am Bachlauf unter den Bäumen.
Die Hasen und Meerschweinchen verbringen am liebsten ihre Zeit in den Tunnels, wenn es heiss ist im Holzhäuschen unter dem Busch.
An Tagen, wenn es heiss ist, sieht man die Hasen selten. Sie schlafen oder ruhen sich aus. Gegen Abend werden die Hasen aktiv, rennen herum, essen, spielen miteinander fangen.
Die Essplätze der Hühner und Hasen sind getrennt, die Hasen und Meeris teilen sich den Fressplatz.
Die Hühner essen im oberen Bereich beim Sandplatz. Am liebsten mögen die Hennen:
Teigwaren, Reis, Fleischresten, Knochen zum abnagen.
Jeden Morgen gibt es ein Gemisch von Salat-Tomaten-Gurken-Apfel: alles kleingeschnitten.
3x im Monat bringt der Nachbar einen Sack frisch abgeschnittenes Gras.
Die Hasen und Meerschweinchen haben ihren Fressplatz im unteren Teil beim Bachlauf.
Hier gibt es täglich frische Nahrung: Salate, Gurke, Karotten usw. (gleiches Essen, wie die Meerschweinchen)
Nebenan befindet sich eine grosse Röhre, die offen ist. Vor Feuchtigkeit geschützt finden die Tiere darin frisches Heu, getrocknete Kornblumen, getrocknete Brennesel und Apfelblätter und ganz viele andere getrocknete Blätter und Kräuter.
Da Hasen und Meerschweinchen Nachtaktiv sind, haben sie in ihrem Teil des Stalles keine Türe. So können Sie auch nachts in den Garten. So wie es ihnen gerade gefällt.
Die Hühner gehen immer pünktlich am Abend selbständig in Stall, sobald die Sonne untergeht. Dann kann man die Türe schliessen.
Der isolierte Stall ist Gross und in zwei Teile mit separaten Eingängen unterteilt. Oben Leben die Hühner, im unteren Teil die Hasen. Der Stall ist mit getrennter Lüftung und Fenstern versehen. Die Lüftung kann je nach Witterung und Temperatur mehr oder weniger geöffnet bzw. geschlossen werden. Die Meerschweinchen haben ihren eigenen isolierten Stall.
Im oberen Teil beim Sandplatz hat es eine kleine Türe. Durch diese können die Hühner, Hasen und Meerschweinchen beliebig in den grossen Garten und unter die Pergola. Der grosse Garten ist auch nochmals gegen Ausbruch der Tiere abgesichert.

Interessantes über das Kaninchen

Die Kaninchen beschreiben eine mehrere Arten umfassende Gattung innerhalb der Hasenartigen.
Neben dem Hauskaninchen und dem Wildkaninchen werden noch einige andere Arten zu dieser Gattung gezählt.
Das Hauskaninchen ist die domestizierte Form des Wildkaninchens. Beide Arten werden unter dem lateinischen Namen Oryctolagus cuniculus zusammengefasst.
Das wilde Kaninchen war ursprünglich in Nordafrika und auf der Iberischen Halbinsel beheimatet. Es wurde schon im Mittelalter als Haustier und Fleischlieferant gehalten und verbreitete sich allmählich in ganz Europa sowie in Großbritannien.
Durch die spanischen und portugiesischen Seefahrer gelangten die Kaninchen als mitgeführte Haustiere auch nach Südamerika, Australien und Neuseeland. Dort wurden viele Tiere ausgesetzt und etablierten sich schnell in freier Wildbahn.
Kaninchen sind mit den Hasen eng verwandt, unterscheiden sie von diesen jedoch durch ihre wesentlich zierlichere Gestalt, kürzeren Hinterläufe und die kürzeren Ohren, die wie beim Hasen als Löffel bezeichnet werden.
Kaninchen erreichen eine Körperlänge von maximal 45 Zentimetern und ein Gewicht von etwa drei Kilogramm. Der quastenförmige Schwanz wird als
Blume bezeichnet und maximal sieben Zentimeter lang.
Das Fell des Kaninchens erscheint in Graubraun mit rostroten Einschlägen am Nacken. Die Blume ist an der Oberseite dunkelgrau, an der Unterseite weiß gefärbt.
 Gerne halten sich Kaninchen in brachliegenden Feldern, kargen Industriegebieten, auf Friedhöfen oder in Parkanlagen auf.
 
 
 

Interessantes über das Huhn

  • In der Biologie haben männliche- (Hahn), weibliche- (Henne) und junge Hühner (Küken) eigene Namen. Hennen mit Jungtieren heißen Glucken.
  • Haushühner können pro Jahr bis zu 300 Eier legen. Diese Zahl wird aber nur erreicht, wenn jeden Tag das gelegte Ei entfernt wird. Ansonsten beginnen Hühner mit dem Brüten und legen während dieser Zeit keine weitere Eier.
  • Das Haushuhn stammt vom Bankivahuhn ab, einer Wildform aus Birma und Indonesien. Die ersten Hühner wurden vor mehr als 6000 Jahren in China gehalten.
  • Die auffälligen, ruckartigen Kopfbewegungen des Huhns dienen dem Sehen. Weil Hühner ihre Augen kaum bewegen können, muss ständig die Position des Kopfes verändert werden.
  • Hähne krähen in den Morgenstunden. Dieses Verhalten dient der Reviermarkierung und als Imponiergehabe.
  • Innerhalb von Hühnergruppen existieren feste Rangordnungen. Auf diese Weise sollen Konflikte, etwa bei der Nahrungsaufnahme, verhindert werden.
  • An der Spitze jeder Hühnergruppe steht in der Regel ein erwachsener Hahn.
  • Hühner gelten als neugierige und intelligente Tiere. Ihre Artgenossen erkennen sie zuverlässig am Gesicht.
  • Hähne tragen auf dem Kopf einen roten Hahnenkamm. Der Hahnenkamm signalisiert den Hennen Stärke und Potenz.
  • Um Parasiten von der Haut loszuwerden, suhlen Hühner sich gerne in Staub.
  • Ob ein Huhn weiße oder braune Eier legt, ist genetisch vorbestimmt und hat nichts mit der Farbe der Federn zu tun. Im übrigen schmecken beide Eierfarben identisch.

 

Hühnerkrankeiten durch Bakterien

Bakterien kommen überall in der Umwelt vor, auch im Hühnerstall. Sie können von

einem einfachen Schnupfen bis hin zur schweren Tuberkulose viele Erkrankungen auslösen. Besonders anfällig sind Hühner, welche in einer schlechten Haltung leben oder verunreinigtes Futter und Wasser bekommen. Bakterien lassen sich also am besten durch gute Haltungsbedingungen in Schach halten. Einigen Erkrankungen kann mit einer Impfung vorgebeugt werden.

Eileiterentzündung

Diese Entzündung betrifft vor allem Legehühner. Ursache sind neben Bakterien auch Viren. Sie treten durch kleinste Verletzungen ein, die durch gegenseitiges Picken, den Hahnentritt oder unsachgemäße Handhabung der Hühner entstehen können.

Anzeichen:

  • Abmagerung
  • Apathie
  • Bewegungsunlust
  • gelb-schmieriges verklebtes Gefieder rund um die Kloake

Die Eileiterentzündung kann nur im Frühstadium behandelt werden. Als Vorbeugung dienen eine möglichst saubere, keimarme Haltung und der sachgemäße Umgang mit den Hühnern.

 

Geflügelcholera

Diese Erkrankung kann alle Vogelarten befallen und damit auch von Wildvögeln auf die Hühner übertragen werden.

Symptome:

  • Mattigkeit
  • Appetitverlust
  • wässriger, teilweise blutiger Durchfall
  • bei schweren Verläufen Atemnot und Gelenkschwellungen
  • Tod tritt innerhalb weniger Stunden oder Tage ein

Eine Behandlung ist nicht möglich. Die Geflügelcholera kommt heute nicht mehr so häufig vor, da sich die allgemeinen Haltungsbedingungen verbessert haben. Die beste Vorbeugung ist demnach eine möglichst hygienische Haltung und eine bedarfsgerechte Fütterung mit Vitaminen und Mineralien.

Schnupfen

Während eine Erkältung fast immer von Viren ausgelöst wird, wird ein Schnupfen bei Hühnern durch Bakterien verursacht. Ursache für den Krankheitsausbruch kann jedoch eine vorherige Erkältung sein. Hühner erkranken an Schnupfen bei ungünstigem Stallklima. Insbesondere wenn es feuchtkalt oder feuchtwarm ist.

Hühnerschnupfen lässt sich erkennen durch:

  • eitrigen Nasenausfluss
  • Kopfschütteln
  • niesen
  • Atembeschwerden
  • röchelnde oder piepsende Atemgeräusche.
  • geschwollener Nasen- und Augenbereich

Als erste Maßnahme kommen Hausmittel in Betracht. Hält sich der Schnupfen hartnäckig, sollte ein Tierarzt hinzugezogen werden, welcher bei Bedarf Antibiotika verschreibt.

Um die Krankheit zu vermeiden, ist ein trockener Stall ohne Zugluft wichtig.

Weiße Kükenruhr

Diese Erkrankung wird durch Salmonellen ausgelöst. Betroffen sind vor allem Küken, die unter schlechten Haltungsbedingungen aufwachsen. Die Erreger der Krankheit befinden sich in verseuchtem Futter und im Kot erkrankter Hühner. Außerdem gehört die weiße Kükenruhr zu den Hühnerkrankheiten, welche schon über das Brutei übertragen werden können.

Symptome:

  • hängende Flügel
  • allgemeine Schwäche
  • Futterverweigerung
  • erhöhtes Wärmebedürfnis
  • Federn um den After verklebt
Eine Behandlung ist nicht sinnvoll, selbst wenn die Tiere sich erholen sollten, sind sie anschließend Dauerausscheider der Salmonellen. Die wichtigste Vorbeugung ist eine gute Stallhygiene und die richtige Wärme bei der Kükenaufzucht.

Wildkaninchen stellen an ihre Lebensräume hohe Ansprüche. Sie benötigen trockene Bodenbedingungen und reagieren gegen Wind und Regen sehr empfindlich. Sie besiedeln hauptsächlich offene Steppen und leicht hügelige Landschaften mit sandigem Boden. Sie sind in Höhenlagen nur bis maximal sechshundert Metern anzutreffen.
Kaninchen leben in unterschiedlich großen Kolonien, die ein bestimmtes Territorium besiedeln. Dieses wird beherzt gegen fremde Artgenossen verteidigt und markiert.
In ihrem Revier legen die Kaninchen in mehreren Metern Tiefe unterirdische Systeme an, die aus bis zu 50 Meter langen Bauten und Gängen bestehen.
Kaninchen ernähren sich von Gras, Kräutern und Blättern, Baumrinden und Zweigen.
Sowohl Wild- als auch Hauskaninchen paaren sich weitgehend saisonunabhängig. Die Paarungszeit variiert je nach Verbreitungsgebiet.
Nach einer Tragzeit von maximal fünf Wochen bringt das Weibchen in einem vom Rest der Kolonie abgeschiedenen Bau bis zu neun Jungtiere zur Welt, die schon nach spätestens vier Wochen entwöhnt werden.
Ein Weibchen kann bis zu sieben Würfe pro Jahr austragen.
Die hohe Vermehrungsrate ist darauf zurückzuführen, dass viele Kaninchen, insbesondere die Jungtiere Wölfen, Luchsen, Füchsen, Mardern und anderen räuberischen Säugetieren sowie Raubvögeln und Eulen zum Opfer fallen.
In freier Wildbahn beträgt die Lebenserwartung der Kaninchen maximal zehn Jahre.

Hühnerkrankeiten durch Parasiten

Parasiten im Hühnerbestand gefährten Tiere nicht nur durch die übertragenen Krankheiten, sondern auch durch die hervorgerufene allgemeine Immunschwäche. Milben, Federlinge, Flöhe und Läuse saugen Blut und können eine Blutarmut herbeiführen. Zudem sorgen blutsaugende Parasiten für starken Juckreiz, der zu Verhaltensauffälligkeiten wie Federpicken oder Kannibalismus führen kann. Parasiten sollten durch regelmäßige Reinigung, Desinfektion und ein bereitgestelltes Staubbad bekämpft werden. Außerdem gibt es spezielle Mittel gegen Parasiten beim Tierarzt.

Kalkbeine

Diese Krankheit wird durch Fußräudemilben verursacht. Diese graben sich in die Haut an den Beinen ein und sind durch die Bildung einer dicken Borke zu erkennen, welche es den Tieren schwer macht zu laufen. Die Milben sind hochansteckend. Hilfreich ist das Aufweichen und Abwaschen der Borke mit einer Schmierseifenlösung und die Gabe eines Anti-Milbenmittels.

Kokzidiose oder rote Kükenruhr

Betroffen sind hauptsächlich Küken, aber auch geschwächte Alttiere. Die Ursache ist ein einzelliger Parasit, welcher zu schweren Darmentzündungen führt. Die Dauerformen (Oozysten) können längere Zeit auch im Stall überleben. Sie überstehen Kälte und Hitze und mögen feuchte Einstreu. Die Übertragung erfolgt durch Kot, verunreinigtes Futter oder Trinkwasser.

Anzeichen sind ein Kümmern erkrankter Tiere, sie nehmen kein Futter auf und lassen die Flügel hängen. Es erfolgt blutiger Durchfall und bei einem raschen Verlauf sterben die Tiere innerhalb von 4 bis 5 Tagen. Gegen die Erkrankung gibt es wirksame Mittel beim Tierarzt.

Würmer

Je nach Wurmart machen sich Anzeichen unterschiedlich bemerkbar:

Luftröhrenwürmer

  • Luftröhrenwurm führt zu Fressunlust und Atemnot
  • Spul- und Haarwürmer beeinträchtigen Jungtiere und führen zu Abmagerung, Durchfall und struppigen Gefieder
  • Darmwürmer können Entzündungen und Durchfall verursachen

Würmer werden hauptsächlich durch Kot erkrankter Tiere (auch Wildtiere) aufgenommen, vor allem im Auslauf. Vorbeugend kann eine regelmäßige Wurmkur helfen.

Hühnerkrankheiten durch Pilze

Schimmelpilze sind nicht nur für Menschen gefährlich. Pilzsporen aus verschimmeltem Futter oder der Einstreu gefährden vor allem die Hühner, die sie durch ihre Scharr-Tätigkeit in der Luft verteilen und einatmen. Andere Pilze können auch bei Körperkontakt übertragen werden. Es sollten nur einwandfreies Futter und saubere Einstreu verwendet werden.

Aspergillose

Die Schimmelpilzsporen dringen in die Luftwege der Hühner ein und verursachen dort schwere Entzündungen. Äußerlich ist die Erkrankung an einer weißlich blassen Gesichtsfarbe und wässriger Umgebung des Augapfels zu erkennen. Außerdem können Mattigkeit, Appetitlosigkeit, Durchfall und keuchende Atmung auftreten. Junge Tiere sind besonders anfällig, bei ihnen kann es zu Todesfällen kommen. Ansonsten dauert die Erkrankung zwischen 4 bis 6 Wochen. Eine Behandlung ist schwierig und teuer.

Kammgrind

Befallen werden von dieser Erkrankung Kämme, Kehllappen und Ohrscheiben. Die Tiere können sich durch Berührungen erkrankter Tiere anstecken. Zu erkennen sind befallene Stellen an hellen Flecken, die sich ausbreiten und borkenartige Struktur annehmen. Hilfreich ist ein Entfernen der Borke mit Schmierseifenlösung und ein Einpinseln betroffener Stellen mit Jodtinktur.

Gicht

Diese Krankheit entsteht vor allem bei älteren Tieren, welche schon länger am Vitaminmangel leiden. Es entsteht eine Stoffwechselstörung und Harnsäure wird nicht mehr ausgeschieden, sondern eingelagert. Anzeichen sind Schwellungen mit gelblich-weißer Masse an den Füßen oder feinkörniger, weißer Belag der inneren Organe.

Rachitis

Diese Vitamin-Mangel-Krankheit zeigt sich bei Küken und halbwüchsigen Tieren durch Beinschwäche, Gelenkverdickungen oder unnatürliche Verbiegungen, Einknicken der Zehen sowie Hocken auf den Fersengelenken. Hilfreich ist eine sofortige Erhöhung der Vitamin D Zufuhr. Die Tiere benötigen außerdem viel Sonnenlicht.

Tuberkulose:

Tuberkulose-Bakterien kommen bei sehr schlechten, unhygienischen Haltungsbedingungen und in überalterten Herden vor. Je nach Erregerstamm können sie für den Menschen ansteckend sein. Die Krankheit kann sich lange hinziehen. Die Tiere magern ab, Kamm und Kehllappen verlieren ihre typische Farbe. Abschließend nachgewiesen werden kann die Erkrankung jedoch nur über eine Obduktion.

Bei Verdacht auf Tuberkulose sollte unbedingt ein Tierarzt hinzugezogen werden. Die Bakterien sind sehr widerstandsfähig. Eine Heilung ist nicht möglich, es kann sogar notwendig sein, den gesamten Bestand zu töten.

Darmentzündung:

Darmentzündungen heilen ohne Folgen aus, wenn die Tiere mit dem richtigen Futter ernährt werden und einige Zeit Kamillen- oder Pfefferminztee zum Trinken bekommen. Kropfverstopfungen zeigen sich durch einen hervortretenden Kropf, Futterverweigerung und Atemnot. Beheben kann man Kropfverstopfungen durch eine Entleerung des Kropfes. Dazu wird das Huhn kopfüber gehalten und der Kropf vorsichtig massiert, bis der Inhalt über den Schnabel abfließt. Hilft das nicht, kann nur der Tierarzt durch eine OP den Kropf entleeren.

Flower, Ingrid und Hexe

Privat übernommen im März 2020


  Herzlich Willkommen           Felix und Mia eingezogen am 28. Mai 2020. Vom Tierschutz übernommen

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Herzlich Willkommen

Am 19.08.2020 dürften die Meerschweinchen  sLiseli und Caramel einziehen. Dank einer lieben Frau würden sie aus einem dunklen Keller gerettet und zu uns gebracht.

Momentan befinden sich das Liseli und Caramel in Quarantäne. Durch die schlechten Haltungsbedinungen, im dunklen Keller, ohne Narung und auf der eigene Ausscheidungen lebend, sind die zwei voller verschiedenen Parasiten, bis unter die Haut versehen. Die Haut voller Exzeme, haarlos, blutig, qualvolle Schmerzen, bei jeder Berührung.

Wurden mermals vom Tierarzt zur Bekämpfung der Parasiten behandelt. Dezifizieren der Narben und Antibiotika, werden jeden Tag von uns durchgeführt.

Bekommen mehrmals frischen Tee und viel gesundes Grünzeug und Heu  zum fressen.

Am 11. September dürften die zwei in die Freiheit


Herzlich Willkommen Nuttela ( Meiteli)

Am 10. Oktober von Privat übernommen.

Herzlich Willkommen Emil

Am 19.10.20 von der Auffangstation Kaninchenhöhle in Aarau übernommen

 

Steckbrief  vom Huhn

Name: Huhn
Weitere Namen: Haushuhn
Lateinischer Name: Gallus gallus domesticus
Klasse: Vögel
Größe: 30 - 40cm
Gewicht: 2 - 5kg
Alter: 4 - 8 Jahre
Aussehen: weiß, braun, schwarz
Geschlechtsdimorphismus: Ja
Ernährungstyp: Allesfresser (omnivor)
Nahrung: Gras, Körner, Insekten, Schnecken, Würmer
Verbreitung: weltweit
ursprüngliche Herkunft: Südostasien
Schlaf-Wach-Rhythmus: tagaktiv
Lebensraum: Wälder und Wiesen
natürliche Feinde: Fuchs, Greifvögel, Krähen, Marder, Wildkatzen
Geschlechtsreife: nach 6 Monaten
Paarungszeit: ganzjährig
Brutzeit: 3 Monate
Gelegegröße: 3 - 6 Eier
Vom Aussterben bedroht: Nein


 

Hühnerkrankheiten durch Viren

Viren können besonders schwere Krankheiten auslösen. Dazu gehören die Vogelgrippe und die Newcastle-Krankheit. Beide Hühnerkrankheiten können schnell ganze Bestände befallen und zu vielen Todesfällen führen. Wie bei Bakterien kann gegen einige virenbedingte Erkrankungen geimpft werden. Auch Viren vermehren sich besonders bei schlechten Haltungsbedingungen und infizieren immun geschwächte Tiere.

Atypische Geflügelpest/Newcastle-Krankheit

Diese Erkrankung ist anzeigepflichtig. Außerdem gibt es eine Impfpflicht. Erkrankte Tiere dürfen nicht behandelt werden, der Bestand wird getötet. Die Krankheit ist hochansteckend und kann auch auf andere Vogelarten übergehen. Verantwortlich ist ein Pestvirus, welches hauptsächlich durch Kot und Schleimabsonderungen übertragen wird.

Anzeichen können sein:

  • Fressunlust
  • hohes Fieber
  • grüner und dünnflüssiger Durchfall
  • übermäßiges Trinken
  • Fließeier
  • neurologische Ausfälle, Rückwärtslaufen, Kopfverdrehen

Geflügelpest/Vogelgrippe

Anders als die Newcastle-Krankheit wird die echte Geflügelpest nicht durch Pestviren, sondern durch Grippeviren übertragen. Auch diese Krankheit ist anzeigepflichtig, darf nicht behandelt werden und führt zur Tötung des gesamten Bestandes. Die Vogelgrippe ist auf andere Vogelarten übertragbar oder wird durch diese auf Hühner übertragen.

Eine Impfung gegen Vogelgrippe ist zwar theoretisch möglich, aber in Deutschland verboten. Schutz bieten nur gute Stallhygiene und den Kontakt zu Wildvögeln zu minimieren.

Symptome können sein:

  • Apathie
  • Fressunlust
  • Fieber
  • erschwerte Atmung
  • verminderte Legeleistung, schlechte Ei-Qualität
  • stumpfes, struppiges Gefieder
  • Ödeme
  • Blauverfärbungen von Haut und Schleimhäuten
  • plötzliche Todesfälle

Bronchitis

Die verantwortlichen Viren verbreiten sich durch den Kot und Nasenausfluss erkrankter Tiere. Bei Junghennen und ausgewachsenen Tieren verläuft die Erkrankung harmlos. Stärker betroffen sind Küken. Dort kommt es zu Röcheln, Atemnot, Niesen, Nasenausfluss, Abmagerung und struppigem Gefieder. Eine Behandlung ist nicht möglich, Vitamingaben können den Verlauf abmildern. Vorbeugend helfen ein gutes Stallklima, ausreichend Hygiene und eine Impfung.

Geflügelpocken

Diese Erkrankung tritt hauptsächlich bei feuchter Witterung auf, ausgelöst vom Geflügelpockenvirus. Die Ansteckung erfolgt über Mund- und Nasensekret oder Kot. Außerdem kann sich das Virus über blutsaugende Parasiten ausbreiten. Es gibt zwei Formen der Pocken. Die Hauptform fällt durch die namengebenden Knoten am Kamm, Kehllappen oder im Nasenbereich auf. Auch Ohrscheiben können betroffen sein. Die Pocken sind erbsen- bis kirschgroß, dunkelbraun und fallen nach einiger Zeit von allein ab.

Gelbe Beläge im Rachen und Schnabel zeugen von der Schleimhautform. Es droht Ersticken bei sehr schwerem Verlauf. Vorbeugend kann der Tierarzt den Bestand impfen.

Leukose

Diese Viruserkrankung ist weitverbreitet. Eine Ansteckung kann schon im Brutei erfolgen oder durch Tierkontakte. Anfällig sind ältere Jungtiere zwischen 6 und 10 Monaten. Die erkrankten Tiere magern ab, Kamm und Kehllappen werden gelblich oder verblassen. Eine Heilung ist nicht möglich.

Mareksche Lähme/Geflügellähme

Diese Viruserkrankung befällt das Gehirn und die Nerven. Die Tiere lassen die Flügel hängen, weisen einen unsicheren Gang auf und hinken. Die Beingliedmaßen sind unnatürlich eingeknickt. Die Augen verfärben sich grau-grün und haben gezackte Pupillenränder. Die Ansteckungsgefahr ist vielfältig.

Verantwortlich können sein:

  • infizierte Küken und Junghennen
  • Kot
  • Einstreu
  • Gerätschaften
  • Zecken und Vogelmilben

Eine Behandlung ist nicht möglich, bei Jungtieren muss mit hohen Ausfällen gerechnet werden. Eine Impfung gibt es vom Tierarzt.

Verletzungen

Hühner können sich aus unterschiedlichen Gründen Verletzungen zuziehen. Dazu zählen ungeeignete Sitzstangen, welche zu Ballengeschwüren führen können, scharfe und spitze Gegenstände im Stall oder Verhaltensstörungen wie Federpicken und Kannibalismus.

Besonders gefährlich ist die Legenot, bei der ein Ei im Legegang der Henne stecken bleibt. Die Henne benötigt sofortige Hilfe, da es sonst zu Komplikationen kommen kann. Anzeichen für eine Legenot sind auffälliges, aber vergebliches Pressen einer Henne, ein Katzenbuckel und das Hängenlassen der Flügel. Traut man es sich nicht selbst zu, der Henne zu helfen, sollte sofort der Tierarzt gerufen werden.

Auch Ballengeschwüre sollte der Tierarzt begutachten. Sie bilden sich, wenn Verletzungen der Füße sich entzünden und eitern.


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